- Eine betriebsintere Mediation kann schnell in Gang gesetzt werden und 
  schnell zu einem Ergebnis führen.

  Demgegenüber kann  in Großstätten von der Klageerhebung bis zur   Gütever-
  handlung ein Zeitraum von bis zu sechs Monaten vergehen.

 

- Mediation bietet absolute Vertraulichkeit.
  Die Öffentlichkeit des Arbeitsgerichtsverfahrens ist in bestimmten Verfahren ein
  nicht zu unterschätzender Nachteil.

 

- Bei einer Mediation können alle Beteiligten des Konfliktes aus dem
  Betrieb mit einbezogen werden. Auf diese Weise können Vorgesetzte/
  Arbeitgeber frühzeitig Einblicke in gestörte Kooperationen erhalten.

  Im Rahmen einer arbeitsgerichtlichen Güteverhandlung wird der Fokus immer
  nur auf Einzelne gelenkt. Auf diese Weise werden Konflikte nur isoliert
  betrachtet. Auch sind gerichtliche Verfahren immer nur auf die Vergangenheit
  gerichtet, nicht auf Lösungen für die Zukunft.

 

- Mediation bietet eine Konfliktadäquanz der Lösungen. So können
  praxisnahe und auf die Parteien abgestimmte Lösungen für die Zukunft
  gefunden werden.

  Eine Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht orientiert sich ausschließlich an
  Ansprüchen des Klägers. In dieser Verhandlung stützen sich alle Beteiligten
  auf Rechtsnormen. Die eigentliche Ursache des Konfliktes wird häufig auf diese
  Weise nicht aufgedeckt. Die eigentlichen Interessen der Parteien werden nicht
  herausgearbeitet. Aufgrund der Komplexität und Unübersichtlichkeit des
  Arbeitesrechts, insbesondere aufgrund der sehr stark richterrechtlich
  ausgerichteten Auslegung, birgt der Ausgang des Rechtsstreits für alle
  Beteiligten große Unsicherheiten.

 

- Im Mediationsverfahren herrscht kein Formzwang. Auf diese Weise
  erhalten die Beteiligten schnell  und informell die Möglichkeit ihre
  Anliegen zu äußern
.

  Im gerichtlichen Verfahren herrscht der dort übliche Formzwang.

 

- Mediationsverfahren werden von professionell ausgebildeten
  Mediatoren geleitet, die auf dem Gebiet der Verhandlungsführung und
  dem Einsatz von gewaltfreien kommunikativen Techniken Erfahrungen
  haben. Unterstützend findet das Verfahren auf neutralem Gebiet und in
  angenehmer Atmosphäre statt.

  Beim gerichtlichen Verfahren vor dem Arbeitsgericht werden die oben
  genannten Techniken meistens nicht angewendet. Der Gerichtstermin wird im
  nüchtern ausgestatteten Gerichtssaal geführt.

 

- Bei einer Mediation wird den Beteiligten die Zeit eingeräumt, die sie
  für die Lösung iher Probleme benötigen.

  Die gerichtiche Güteverhandlung findet unter Zeitdruck statt. Zumeist werden
  mehrere Verfahren in einem Gütetermin terminiert.